Überraschungsauftritt beim Operettenzauber

27.09.2014 – MG                                  HIER mehr Fotos

Im_Zauber_der_Oper_und_Operette_017Es ist schon Tradition, dass die Musikschule Nidderau im Herbst zu einer Aufführung der Schüler der Gesangs-Klasse von Anne Lise Picard unter dem Titel „Im Zauber der Oper und Operette“ einlädt. Diesmal musste man jedoch die kurzfristige krankheitsbedingte Absage gleich zweier Solistinnen verkraften. Brigitta Christ, langjährige Schülerin und ebenso aus Mühlheim kommend wie Frau Picard, wollte niemanden enttäuschen und trat trotz Fieber auf, aber musste schließlich doch abbrechen, weil die Stimme nicht mehr wollte. Auch Kristina Bohlender zog die Teilnahme zurück, weil es nicht ging.

So trugen die verbliebenen Schüler mit großem Einsatz, Begeisterung für die Musik und mit Freude, auf der Bühne zu stehen, um ihr Erlerntes zu präsentieren, die Veranstaltung zum Erfolg. Das Trompetenensemble Mixary unter der Leitung von Roman Mixa eröffnete mit vielen jungen Nachwuchstrompetern mit dem Jägerchor  von Carl Maria von Weber  das Konzert, das Anne Lise Picard gewohnt charmant moderierte. Stephan Thomas beeindruckte auch durch sein spielerisches Talent, als er mit Kescher und Blockflöte als Vogelfänger Papageno oder als armer Vater mit Rucksack „wir armen, armen Leute“ aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdingk interpretierte.

Großen Applaus erhielt wie schon oft die erst 13 Jahre alte Sophie-Marie Hergenröder als Despina mit der Arie „Schon ein Mädchen…“ aus  „Cosi fan tutte“  von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch sie zeigte sich später noch als Sandmännchen mit seinem Lied von Engelbert Humperdingk im passenden Kostüm mit Zipfelmützchen und Sandbeutel.

Den Solistenreigen vervollständigten Julie Naegelen, Sabrina Kling, Andrea Gazzetto, Elke Holzfuss und Cornelia Abel, die quer durch Oper und Operette bekannte Melodien zum Besten gaben. Begleitet wurden sie dabei von der bekannten Pianistin Tomoko Ichinose am Flügel.

Nach der Pause überraschte dann Anne Lise Picard außerhalb des angekündigten Programms mit einem eigenen Auftritt, als sie direkt im Saal mit viel schauspielerischem Ausdruck das „Schwipserl-Lied“ vortrug.

Wenn auch an diesem Abend kaum einer fehlerfrei blieb, so sind es gerade die kleinen Schwächen und Fehler, dem Lampenfieber oder der Erkältung geschuldet, die sich zuweilen einschleichen und die Mitwirkenden so menschlich und so sympathisch machen.

Zum Abschluss sangen alle Beteiligten und auch das Publikum war aufgerufen unter der Begleitung vom Ensemble Mixary den Gefangenenchor „Teure Heimat“ aus der Oper Nabucca von Guiseppe Verdi. Viel Applaus und Blumen für die Künstler vom Leiter der Musikschule Michael Winterling.

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