46 Jahre, um ein Versprechen zu halten

24112018 – MG

Einweihung der Nidder-Halle in Eichen                     HIER mehr Fotos

Hell und lichtumflutet mit großer Fensterfront und Blick auf die Auen der Nidder, die dem großen Saal den Namen gab, empfängt den Besucher eine Begegnungsstätte, die den Eichern und ihren Vereinen eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten bieten soll.

Im vollbesetzten Saal eröffnete der Eicher Frauenchor „Miss Harmonie“ den Festakt mit der offiziellen Schlüsselübergabe. Bürgermeister Gerhard Schultheiß zeichnete den langen Weg nach, von einem Versprechen, das vor 46 Jahren bei der Unterzeichnung des Eingliederungsvertrags mit Eichen gegeben und nun, durchaus umstritten nach Widerständen mit Einsprüchen, Asbestgerüchten und vielen weiteren Vorwürfen, endlich vollendet wurde. 200 qm groß ist der Saal, der auch geteilt werden kann und maximal 200 Personen Platz bietet. Dazu gehört ein Foyer mit Theke und Küche samt Nebenräumen, ein Besprechungszimmer und sanitäre Einrichtung. Der Außenbereich mit Parkplätzen hat einen Bolzplatz, eine Boule-Bahn und Sitzgelegenheiten.

Vom Kreis war Landrat Thorsten Stolz gekommen, der die schwierige Entscheidung als die richtige lobte, verbundenen mit der Hoffnung, dass der Saal dazu beiträgt, die Gemeinschaft zu stärken, das Haus mit Leben zu erfüllen, um dort fröhliche, erinnerungsreiche Stunden zu verbringen.

Sam Pfeifer vertrat die Meinung, nirgends in Nidderau könne man so schön aus dem Fenster gucken und das Haus möge Anlaufpunkt und Zufluchtsort werden.

Nach einem musikalischen Zwischenspiel des Männerchors „Concordia Eichen“ beschwor Pfarrerin Stefanie Stracke den Zauber eines neuen Anfangs und die Vorfreude auf das Leben, mit dem das Haus gefüllt wird. Sie wünschte ihm positive Energie und neuen Frieden, denn Streit darf nur dem Ziel einer Lösung dienen. So möge nun hier der Friede Gottes herrschen.

Gabriele Roß, Sprecherin der Vereinsgemeinschaft beklagte, dass diese am Streit fast zerbrochen wäre, aber zum Glück mittlerweile fast alle Vereine wieder am gemeinsamen Tisch sitzen. Erneut zusammenwachsen und aufeinander zugehen, sei das Ziel.

Architekt Andreas Schmitt sah es als seine Aufgabe, eine besondere Stätte zu schaffen, die der Nutzung und dem Bedarf gerecht wird. Die alte Sporthalle hat durch den Anbau nun eine Ergänzung mit Charme erhalten. Fußbodenheizung für den Winter und Klimaanlage im Sommer schaffen Behaglichkeit zu jeder Jahreszeit.

Uschi Gräbener vom Planungsbüro Wernecke, das für die Außenanlagen verantwortlich zeichnete, betonte besonders neben den Sport- und Trimmgeräten den herrlichen Blick von den Sitzblocken auf die Auen und das Vorhandensein einer Rampe, die jedem den Zugang ermöglicht.

Das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Florian Neumann beschloss den Festakt mit dem Final Countdown. Bei Häppchen und Getränken gab es im Anschluss die Möglichkeit zu Gesprächen und zum Besichtigen der alten und neuen Räumlichkeiten. Die Zukunft wird zeigen, ob in der neuen Nidder-Halle das Herz von Eichen schlagen wird.

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