Zugabe von Sylva Varescu, der Csárdásfürstin !

07.07.2017 – MG                               HIER mehr Fotos

Erzählte Operette im Bürgerhof                                       

Nach dem grandiosen Erfolg mit 8 Vorstellungen in Nidderau und Umgebung nahm es nicht wunder, dass keiner so wirklich glauben konnte, dass nun alles vorbei sein sollte. Schnell kam die Idee auf, die schönsten Lieder herausgelöst noch einmal zu präsentieren. Aber herausgelöst fehlte ja nun doch etwas. Und wer hätte besser die Geschichte der Liebe zwischen der Chansonette Sylva Varescu und dem Fürstensohn Edwin, verquickt mit Gedichten und eigenen Gedanken, umrahmen können, als die Märchenerzählerin Michaele Scherenberg, die ja auch schon Regie geführt hat. Gemeinsam mit Leonore Kleff und den Ostheimer Landfrauen gab es nun als Zugabe die Veranstaltung „Es lebe die Liebe“ im wunderschönen Bürgerhof.

„Herzlich willkommen allen, die der Liebe zugetan sind!“ begrüßte Michaele Scherenberg die mehr als 100 Besucher und entführte sie sogleich ins Odeon, wo Sylva, die ihr Herz an Edwin verloren hat, vor ihrer Abreise nach Amerika mit dem Lied „Ungarland“ Erinnerungen an die Heimat wachhält.

Bei allen Beteiligten, die in Kostüm und Originalkulisse, singen, tanzen und spielen, spürt man das Herzblut und die Leidenschaft. Erzählte Operette erleben die Zuschauer an diesem warmen Sommerabend, denn was geschieht und wie sich alles entwickelt, erzählt Michaele Scherenberg unnachahmlich mit Gefühl, Charme und Humor. Von Edwins Liebe erzählt sie, wenn er singt „Mädchen gibt es wunderfeine“. Und dass nichts geht ohne Probleme. Die Einberufung zum Militär, die angebliche Verlobung mit der Cousine Stasi, ein Heiratsantrag an Sylva und dann doch die Trennung. „Aus ists mit der Liebe!“

Und Michaele Scherenberg sortiert die Paare beim Wiedersehen auf dem Ball des Fürstenpaares. „Weißt Du noch?“ zitiert sie Ringelnatz aus dem Gedicht „Ein ganzes Leben“. Alles ist verdorben und falsch zugeordnet. Und während getanzt wird, beobachtet sie gemeinsam mit den Zuschauern, wer nach wem guckt. Man kann ja neu verteilen und umsortieren. „Notfalls schreiben wir die Operette um. “ befindet sie. Aber das ist nicht nötig. Sylva und Edwin finden sich, wie auch die anderen Paare, bis am Ende „1000 kleine Englein“ singen „hab Dich lieb.“

Operette ganz anders, begeistert und begeisternd gesungen und gespielt von den Protagonisten Rebecca Wokittel als Sylva, Mykolas Nechajus als Edwin, Conny Meister als Stasi, Marcel Lutz als Boni, Romina Jungk als Fürstin und Gottfried Schubert als Fürst, dem Chor der Sängervereinigung Windecken und dem Orchester bestehend aus Christopher Scheld, Benedikt Bach, Manfred und Matthias Wischer unter der Leitung von Leonore Kleff. Nicht zu vergessen die Landfrauen Ostheim, die als Veranstalter für das leibliche Wohl der Besucher sorgten.

Das Schlusswort hatte Michaele Scherenberg, der es wichtig war, den Augenblick wahrzunehmen, zu fühlen und zu erleben, wer wir sind und was wir haben, um am Ende resümieren zu können: „So hat das Drama der Liebe einen guten Weg gefunden!“

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