Humba Täterä bei den Heimatfreunden

05.02.2016 – MG             HIER mehr Fotos

Närrischer_Kreppelkaffee_033In wahren Scharen waren die närrischen Besucher dem Motto „Gieht erenn hey!“ („Kommt herein hier!“) der Heimatfreunde Windecken anlässlich ihres närrischen, unterhaltsamen Kreppelkaffee-Nachmittags gefolgt. Mit solch einem Ansturm hatte niemand gerechnet und so war das kleine Café im Museum Hospital zum Bersten gefüllt und fast kein Durchkommen mehr.

Prächtig war die Stimmung der farbenfroh kostümierten Gäste von Anfang an und es gab wie gewohnt ein volles Programm, das einer Prunksitzung zur Ehre gereicht hätte, mit Vorträgen, Witzen, Theater und vor allem ganz viel Musik und Karnevalsliedern zum Mitsingen und Mitschunkeln.

Närrischer_Kreppelkaffee_001Silvia Herrmann führte gewohnt charmant, witzig und mit guter Laune durchs Programm.

Bei den Vorträgen glänzten wieder Michael Rehrauer und Elisabeth Bommer. Monika Miller beschrieb die Schwierigkeiten, die auftauchen, wenn man unvermittelt Theaterkarten für den gleichen Abend bekommt. Da stand nicht nur die Passform bei der Kleiderfrage im Raum (was ist denn mit der Taille los? Von jetzt an muss man Diät leben…), auch in der Eile vergessene Karten und die Umplanung des Abends waren Thema.

Närrischer_Kreppelkaffee_008Auch bei den Vorträgen von Helmut Westphal, Horst Schaub und den Witzen von Rudi Döring gab es viel zu lachen. Mal ging es um einen Pfarrer, der Angst vor seiner 1. Predigt hatte, sich Mut antrank und dann ziemlich durcheinander die Bibel zitierte mit Sprüchen wie „suche mich nicht in der Unterführung“ statt „führe mich nicht in Versuchung“. Schaub entführte den Zuhörer in die Vergangenheit, als es noch keine Hausmänner, keine Lebensabschnittspartner, keinen Coffee to go gab und Gras ein gemähter Rasen und nicht Haschisch war. Trotz dieser Mankos war sein Fazit: “Wir haben überlebt!“ Dörings Kreuzfahrt führte vom Offenbacher Kreuz zum Frankfurter Kreuz und sein Schiff war undicht wie eigentlich ja alle, denn sie sind ja alle ausgelaufen.

So jagte ein Scherz den anderen und zwischendurch gabs immer karnevalistische Evergreens mit Rudi Döring wie „Am Rosenmontag bin ich geboren“, „In Mainz am schönen Rhein“ und natürlich „Humba, humba, Täterä“.

Närrischer_Kreppelkaffee_021Nach der verdienten Kreppel-Pause war die Nidder-Bühne zu Gast und zeigte ihren Einakter „Romantik für Anfänger“, wobei der unbeholfene Liebhaber in einem Flirt-Kurs im Schnellverfahren das korrekte Benehmen nach Knigge zu erlernen versuchte.

Eine Überraschung hatte Karlheinz Schmalz mitgebracht. Er übergab den Heimatfreunden die Originalglocke des ehemaligen städtischen Ausrufers Philipp Quillmann, der in alten Zeiten läutend einen Rundgang durch Windecken machte. Mit kleinen witzigen Anekdoten übernahm dies Schmalz denn an diesem Tag.

Auch Silvia Herrmann selbst steuerte gemeinsam mit Karin Werth ein Zwiegespräch bei, in dem 2 Damen am Telefon sprachliche Missverständnisse hatten, bevor die begeisterten Narren mit den „Händen zum Himmel“ schunkelten und der kurzweilige Nachmittag mit der heimlichen Hymne der Heimatfreunde „Sierra Madre“ zu Ende ging.

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