Die Schnooke lassens krachen

30.01.2016 – MG                      HIER mehr Fotos

Aascher_Schnooke_2016_003Nachdem die beiden befreundeten Karnevalsvereine aus Erbstadt und Windecken an den 2 vergangenen Wochenenden so famos in ihren Prunksitzungen vorgelegt hatten, war es nun an den Aascher Schnooke, nachzuziehen oder noch zu toppen. Dass dies grandios gelang, davon konnten sich die Narren am Samstag im ausverkauften Saalbau Schmid in Eichen überzeugen.

Das Programm bestehend aus 24 Darbietungen war gespickt mit Highlights. Schon der Gardetanz mit vielen Hebefiguren der 12 Tänzerinnen und einem Tänzer der Moskitos, in feschen grün-schwarzen Kostümen zum Auftakt brachte Stimmung.  Zur Begrüßung  durch die Vorsitzende der Aascher Schnooke, Rita Maxheim, musste von dem im Saal anwesenden Narrenvolk zunächst der Faschingseid geleistet werden, bevor das Prinzenpaar Annika I und Prinz André I verkündete: „Es grüßt Euch auch in diesem Jahr, das Aascher Schnooke Prinzenpaar!“

Eigentlich wartete man im Anschluss auf einen Zauberer, doch der war nicht aufzutreiben und welch Wunder, der Hausmeister Jürgen Kleiss fungierte nun mit mehreren kleinen Auftritten immer mal wieder als Ersatz-Zauberer im Lernstadium. So waren von der Taube in der Hosentasche nur Federn geblieben – er hatte halt den ganzen Tag drauf gesessen…

Nach einem weiteren Gardetanz der Moskitos, einer Polka, war dann der Vortrag des Protokollers Thomas Maxheim an der Reihe. Über vieles aus dem vergangenen Jahr wusste er zu berichten, beklagte die Benachteiligung der Ortsteile Eichen und Erbstadt, den misslungenen Versuch des mobilen Supermarktes und bemängelte die gefährlichen Auf- und Abfahrten sowie die fehlenden Schilder der neuen Umgehungsstraße.

In einer hessischen Playback Show der Mixed-up im Tante Emma Laden kam dann der Urlauber nicht ans Ziel, denn es fuhr „ein Zug nach Nirgendwo“, gestand Annika, „ich will keine Schokolade“, denn „mit 17 hat man noch Träume“ – allerdings „man kann nicht immer 17 sein“…

Madelaine Vincon und Christian Mitrakas tanzen schon länger bei den Moskitos und traten nun in dieser Kampagne zum 1. Mal als Tanzpaar auf. Der Tanzsport ist ihre Leidenschaft und so lautet auch ihr Credo: „Tanzen ist Träumen mit den Beinen!“Aascher_Schnooke_2016_012

Die obligatorische Begrüßung der Ehrengäste führte u. a. Susanne Simmler in Vertretung von Erich Pipa, sowie Bürgermeister Gerhard Schultheiß auf die Bühne.

Gesanglich zu überzeugen wusste Bettina Rudolph-Boguth bekannt als das Aascher Goldie, die wieder wunderbare Evergreens zum Besten gab.

Beim Zwiegespräch zwischen Suse Lind und Susanne Betz gings um eine Analyse für Marktforschungszwecke. Sport war das Thema, denn wichtig ist die Bewegung. Noch ungenützte Kapazitäten sollten beim Gehirnjogging und beim Finger-Yoga frei gesetzt werden. Auch Pilates schien zunächst geeignet, sollte es doch gut sein für die tiefliegende Muskulatur. Selbige war aber nicht vorhanden. Dafür jedoch ein angewachsener Schwimmreifen am Bauch, der die Schwimmnudel überflüssig machte. Fazit war, alle Art von Sport ist nix und so blieb am Ende nur die Runde durch die Stadt „atemlos“ im Rollator. Es gab viel Applaus für den theatralisch und musikalisch dargebotenen Vortrag.

Aascher_Schnooke_2016_054Absolute Spitzenklasse waren einmal mehr die Showtänze, die alle in fantasievollen Kostümen Geschichten erzählten, gepaart mit synchronen Gruppentänzen und sportlichen Höchstleistungen bei großartigen Hebefiguren. Die New Generation waren bei ihrem Showtanz „Im Bann der Phantasie“, die Flotten Hüpper hatten es mit der schwarz gekleideten „Mafia“ zu tun und ad astram lehrte das Gruseln bei „Halloween – Nacht der Alpträume“. Spätestens der atemberaubende Auftritt von Toxic mit dem Showtanz „Roboter – die Module spielen verrückt“, bei dem die Roboter eines grandiosen Erfinders ein Eigenleben entwickeln, versetzte die Narren endgültig in Ekstase.

Auch die Solisten der Tanzsportabteilung standen in nichts nach. Bravourös absolvierten Julia Narr, Sonja Meisel und Carola Narr ihr Programm. Alle 3 haben bei Turnieren schon vordere Plätze belegt.

Dass den Schnooke um den Nachwuchs auch bei den Vorträgen nicht bange sein muss, bewiesen Isabelle Heidrich und Luisa Dörr. Ihr technisches Know-how bewiesen sie in ihrem Beitrag „die Jugend von heute“. Technisches Wissen von Kindes Beinen an ist heutzutage angesagt und durchaus nicht verwerflich, wenn auch zuweilen die Frage auftaucht, wozu in die Schule gehen – bei Problemen forscht man im Internet, wofür Erdkunde – im Auto und auf dem Handy hat man ein Navi. Dass Oma, Opa und die Eltern dennoch froh sind, steht außer Frage, denn die Kids sind Technik Profis.

Absolute Stars bei den Rednern sind seit Jahren Anja Bednarek und Margit Störkel. Ihr ideenreicher Vortrag in hessischer Mundart zum Thema „Abnehmen und Ernährung“  ließ das närrische Publikum Tränen lachen, sei es die Verwechslung von Carport und Abort oder die Erklärungen, ein Vegetarier sei jemand, der Fleisch beim Gärtner kauft.

Mit Gesang von Janos Weber und dem „Handtuchtanz“ der Keweler Elfen endete zwar die Prunksitzung, aber noch lange nicht die Nacht, wo beim anschließenden Tanz noch lange weiter gefeiert wurde.

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