Von Blindheit und wahrem Sehen – Kindermusical Bartimäus

25.10.2014 – MG                           HIER mehr Fotos

Vorstellung_Bartimaeus_006Es hat schon Tradition, dass die evangelische Kirchengemeinde in Windecken jedes Jahr in den Herbstferien ein Kinder-Musical-Projekt auf die Beine stellt, an dem sich diesmal 65 junge Darsteller zwischen 6 und 16 Jahren mit einer riesigen Begeisterung beteiligten.  Nach nur einwöchiger Probenzeit war am Samstag, den 25.10.2015 Premiere in der Willi-Salzmann-Halle in Windecken.

Vorstellung_Bartimaeus_004Schon vor der Öffnung der Halle hatte sich eine endlose Menschenschlange gebildet, die im restlos ausverkauften Haus die Geschichte von dem Jungen Bartimäus aus Jericho sehen wollten, der gerne mit seinen Freunden Fußball spielt, jedoch im Laufe der Zeit immer schlechter sehen kann, bis er letztendlich sein Augenlicht komplett verliert. Er muss erkennen, dass sich auch seine Freunde von ihm abwenden, er gehänselt und ausgestoßen wird.  Nur Ava, ein mutiges Mädchen, das selbst behindert ist und nur auf Krücken laufen kann, hält zu ihm. Vor Bartimäus liegt ein trostloses  Leben und er muss auf der Straße betteln gehen. Da hört er, dass Jesus Christus auf dem Weg nach Jericho ist…

Hintergrund für dieses Projekt ist, Kinder und Jugendliche verantwortlich  in die Gemeinde einzubinden und sie in diesem Fall für Themenbereich Blindheit zu sensibilisieren. Hierbei wurde das Musicalteam unterstützt von der Christophel  Blindenmission.

Vorstellung_Bartimaeus_001Die Pastorin Friederike Erichsen-Wendt von der evangelischen Kirchengemeinde Windecken, die als Gast der Aufführung den Kreisjugendpfarrer Philipp von Stockhausen begrüßen konnte, wies vor Beginn des Musicals auf die Bedeutung hin, achtsam mit den Grenzen anderer umzugehen. Dies und eine Reflexion über Freundschaft, Respekt und Nächstenliebe thematisiert die Geschichte um den blinden Bartimäus gespielt vom 10jährige Pascal Wirthgen und geht zurück auf das Markus Evangelium.

Das Musical, in dem Vorleser zu die Spielszenen kommentieren, beginnt gleich mit einem rockigen Song über Durchblicker, der Mut machen soll, denn nur mit dem Herzen sieht man gut. Die Brille von Bartimäus Marke Glasbausteine hatte so gar nichts mit einer chicen Brille aus heutiger Zeit zu tun und auch sie half ihm bald nicht mehr. Was folgte, waren Beschimpfungen der Kinder und das Lied: Blindfisch, Brillenschlange. Bartimäus wird ausgegrenzt und gehört nicht mehr dazu. Nur Ava, gespielt von Amelie Leckert ist ihm eine gute Freundin und geht mutig dazwischen, als Bartimäus verprügelt wird. Dazu singt der Chor das Lied „Gemeinsam sind wir stark“, in dem geraten wird, auf eigene Fähigkeiten zu schauen und nicht auf das, was man nicht kann. Denn am Ende des Tunnels scheint immer ein Licht. So nimmt die Geschichte ihren Lauf, folgen Lieder über die Farben des Lebens, eingeflochtene Szenen von den 4 Maulwürfen, die auch fast blind sind, dies aber durch ihr gut ausgeprägten Sinne Hören, Tasten und Riechen ausgleichen und tolle Tanzszenen. Nach der Pause kommt dann bei Bartimäus‘  Suche nach dem Sinn des Lebens Jesus Christus, dargestellt von  Nick Braunbeck ins Spiel… 

Zum Schluss gab es ganz viel Applaus für die jungen Darsteller und natürlich auch für das Team um Regisseur Frank Neubauer mit Stefan Lasch, für die Abteilunge Chor und Gesang, geleitet von Corinna Schnitzer und Isabel Reul sowie für die Choreografie von Max Freitag.

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