Mehr als in Paris! – Weiße Nacht in Heldenbergen

19.07.2014 – MG                       HIER mehr Fotos

Weisse_Nacht_003Im Sommer 1988 verlegte ein Franzose seine überfüllte Gartenparty kurzerhand in den „Bois de Boulogne“ und initiierte damit eine Bewegung, die sich, in Paris als „Diner en blanc“  beginnend, wie ein flashmob organsiert, weit verbreitete. Vorrausetzung für dieses zwanglose Massen-Picknick  ist weiße Kleidung von Kopf bis Fuß, weiß gedeckte Tische, Dekoration und mitgebrachte Speisen und Getränke für die „Nuit Blanche“, die Weiße Nacht.  Der Ansturm seinerzeit war überwältigend.

Dieser Idee, ein solches Spektakel in Heldenbergen auf die Beine zu stellen, hauchte der Frankreich-Kenner und Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Nidderau Jürgen Reuling zusammen mit dem Festkomitee „1175 Jahre Heldenbergen“, bestehend aus dem Ortsvorsteher Erich Lauer, dem Vorsitzenden des Vereinsrings Heldenbergen Rainer Uhl , sowie Frau Brigitte Seifried und Frau und Herr Deckenbach Leben ein. Dank gebührt auch der Rektorin der Albert-Schweitzer-Grundschule, Frau Wegener, die den Schulhof für diese Veranstaltung zur Verfügung stellte.

Und der Einladung wurde gefolgt. Am Samstag, den 19. Juli 2014 fanden sich ca. 130 Besucher auf dem Schulhof ein, um in Heldenbergen die „Weiße Nacht“ zu feiern. Weiß war die Kleidung, weiß waren die Tische und die Deko – ein perfektes Bild. Bürgermeister Gerhard Schultheiß mit Frau Kerstin ließen es sich nicht nehmen, komplett in Weiß zu erscheinen, ebenso wie Hans-Theo Freywald und Bernd Reuter mit ihren Gattinnen, Frau Pastorin Heider-Geiß mit dem Kirchenvorstand und der Essensbank, um nur einige zu nennen und natürlich viele, viele Heldenberger Bürger.  Und wenn man bedenkt, dass im Großraum Paris 10 Millionen Menschen wohnen und seinerzeit 2500 zur weißen Nacht kamen,  dann waren es in Heldenbergen mit 8000 Einwohnern bei 130 Besuchern im Verhältnis mehr als in Paris.

Es wurde ein sehr schöner und gemütlicher Abend, der dem Pariser Motto „Lebensfreude, Freundschaft, Zusammenleben“ alle Ehre machte und in dem Wunsch endete, ein solches Picknick auch außerhalb des Festjahres in der Zukunft zu wiederholen. Die Heldenberger verstehen eben zu feiern und sind, wie der ehemalige letzte Bürgermeister Bernd Reuter verschmitzt anmerkte, auch intelligenter als die Pariser, denn dort kennt kein Mensch Heldenbergen, aber alle Heldenberger kennen Paris.  

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