Die „Neue Welt“ der Musikschule

24.05.2014 – MG                    HIER mehr Fotos

Konzert_Neue_Welten_Musikschule_010Der Parkplatz vor der KuS voll besetzt und gut gekleidete Besucher aller Altersstufen, die in die Halle strömen – das kann nur eines bedeuten: das traditionelle Orchesterkonzert der Musikschule Schöneck – Nidderau – Niederdorfelden und es ist gleichzeitig ein Beweis für die Anerkennung und Hochachtung der Arbeit der Musikschule.

Mit Stolz und Freude über den zahlreichen Besuch begrüßte Michael Winterling die Anwesenden, sowie viele Repräsentanten aus Politik und Kultur, unter ihnen Bürgermeister Gerhard Schultheiß, Jürgen Reuling und Horst Körzinger vom Kulturverein und den Erlenseer Komponisten Rolf Rudin, dessen Werk „Curiosity“ im Rahmen des sinfonischen Programms erneut interpretiert wurde, um nur einige zu nennen. Gleichzeitig nutzte Winterling die Gelegenheit um auf die finanziellen Probleme einzugehen, die ein solch ambitioniertes Orchester nicht alleine lösen kann. Die Gründung eines Fördervereins verspricht Hilfe und es werden immer noch aktive und passive Unterstützer gesucht.

Den Anfang des Programms gestalteten die Jungen Sinfoniker bestehend aus Schülern und bei Bedarf ergänzt durch Lehrkräfte mit der Suite „The Planets“ mit dem Thema des Mars, das kurz vor Kriegsausbruch 1914 von Gustav Holst komponiert wurde. Es folgte das Liebeslied „Bella’s Lullaby“ aus der Filmmusik zu „Twilight“ von Carter Burwell, das wohl jedem bekannt ist, ebenso wie die „Highlights from Harry Potter“ von John Williams. Den Abschluss bildete die Ouvertüre der Oper „Il Mondo della Luna“ von Joseph Haydn. Ein großer Applaus war den Mitwirkenden unter der Leitung von Inga Stutzke sicher.

Das zur Zeit des Zaren Alexander II. von Alexander Borodin komponierte Werk „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“ bildete den Auftakt des großen Sinfonieorchesters mit über 80 Mitwirkenden, die sich ein halbes Jahr mit intensiven Proben auf dieses Konzert vorbereitet hatte.

Ein Höhepunkt vor der Pause war dann die erneute Aufführung des Orchesterwerks „Curiosity – The Voice from the Red Planet“, das der in Erlensee lebende zeitgenössische Komponist Rolf Rudin im Rahmen eines gemeinsamen Kulturprojektes komponiert hatte.

Den Abschluss des Konzerts bildete nach der Pause Antonin Dvoráks Symphonie Nr. 9, e-Moll, op.95 „Aus der Neuen Welt“, die der Komponist auf dem Höhepunkt seines Schaffens in Amerika 1893 komponiert hatte, wobei sie keineswegs eine amerikanische Symphonie darstellt, sondern vielmehr augenzwinkernd betrachtend als einen Spaß des Meisters nichts anderes als Grüße und Eindrücke, die er selbst in der Neuen Welt gewonnen hatte.

Verdienter und lang anhaltender Applaus für die Leistung der Mitwirkenden der Musikschule unter dem Dirigenten des Auswahlorchesters und der künstlerischen Gesamtleitung von Christoph Möller.

HIER mehr Fotos

Close