Tenöre gesucht

02.11.2013 – MG                     HIER mehr Fotos

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Anne Lise Picard

Christoph Möller, stellvertretender Schulleiter und Dozent der Streicherklassen begrüßte im Namen der Musikschule die trotz des trüben Novemberwetters zahlreich erschienenen Besucher des Konzerts. Anne Lise Picard, selbst Sängerin und Gesangspädagogin für den klassischen Gesang schloss sich dem an und versprach ein bunt gemischtes Programm beginnend mit verschiedenen Arien aus mehreren Epochen. Den Auftakt bildete zuvor das Trompetenensemble Mixary unter der Leitung von Roman Mixa mit der Ouverture der Wassermusik von Georg Friedrich Händel.

Eine Musterschülerin von Frau Picard ist die Mezzosopranistin Judith Bittner, die ihre Leidenschaft für den Gesang am liebsten zum Beruf machen würde, wobei der Traum natürlich ein Engagement an der Frankfurter Oper wäre. Den Unterricht besucht sie seit 11 Jahren und hatte bereits Auftritte im Ludwigstheater in Aschaffenburg und im Stadttheater Gießen. Im Opernteil des Abends glänzte sie mit Arien aus „Dido und Aeneas“, der „Hochzeit des Figaro“ und „Samson und Dalila“. Ihr zur Seite standen Lisa Hambrecht und Stephan Thomas als einzigen männlichen Gesangssolisten.

Nach der Pause ging es weiter mit dem unterhaltsameren Teil bei der leichten Muse. Auch er begann wieder mit der Wassermusik von Händel und diesmal dem 2. Satz. Bekannte Operettenstücke wie „Meine Lippen, die küssen so heiß“ von Lehar, „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“ von Paul Linke, das „Schwippslied“ von Johann Strauß und „Jaj Mama“ aus der Csardasfürstin  rissen das Publikum mit. Hinzu kamen Ausschnitte aus „The Wizard of Oz“ und „Les Miserables“. Dass die Solisten auch darstellerisch zu überzeugen wussten, stellten sie hierbei unter Beweis. Zu den bereits im 1. Teil aufgetretenen Sängern präsentierten sich erfolgreich Andrea Gazzetto und Cornelia Abel.

Einen Überraschungsauftritt gab es von den beiden 12jährigen Schülerinnen Lina Kernberger am Klavier und Sophie-Marie Hergenröder, die unmittelbar vom Willi-Bissing-Wettbewerb zur Förderung des musikalischen Nachwuchses in Hanau kamen, wo sie nach ihrem dortigen Auftritt beste Aussichten auf einen Preis haben. Wie Sophie-Marie Hergenröder  darstellerisch und gesanglich die Olympia aus Hoffmanns Erzählungen interpretierte  unterstrich ihr außergewöhnliches Talent.

Besondere Erwähnung verdient Tomoko Ichinose am Flügel. Die Japanerin, die schon mit 5 Jahren erste Klavierstunden hatte und an der Hochschule für Musik in Frankfurt studierte, begleitete die Solisten feinfühlig und intuitiv.

Nach dem Schlusslied, dem „Gefangenenchor“ aus Nabucco mit allen Solisten und dem Trompetenensemble gabs reichlich Applaus und Blumen für die Künstler.

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