Der Herrgott liebt Windecken ! – Altstadtfest lockt Besucherströme in die Stadt

30.06.2013 – MG             zur Fotogalerie

„Der Herrgott liebt Windecken!“ Mit diesen Worten bekundete der 90jährige Ehrenbürger Rudolf Walter auf dem überfüllten Marktplatz von Windecken seine Verbundenheit mit der Heimat. Hatte doch der Wettergott pünktlich zum Festbeginn erste Sonnenstrahlen gesandt.

Festumzug_027Zuvor war der große Festumzug der Vereine durch die geschmückten Straßen der Stadt vom Viadukt bis zum Marktplatz gezogen. Mit dabei waren 20 Vereine mit fast 600 Teilnehmern in ihren Kostümen, unter ihnen der Heimatverein, die Landfrauen, das BON-Orchester und die Nidderbühne, um nur einige zu nennen. Am Straßenrand wurden sie von unzähligen Schaulustigen bejubelt.

Nach dem Eintreffen auf dem Marktplatz dankten die Verantwortlichen den Teilnehmern und dem Organisationsteam. Rainer Häuser freute sich, dass der Markt voller Menschen war und sich die anderthalbjährige Vorbereitung gelohnt hat. Ortsvorsteher Bernd Zeller zeigte sich überwältigt von der so zahlreichen Beteiligung beim Festumzug. Und auch die Sorge ums Wetter erwies sich als unbegründet. „Um 16 Uhr Sonne!“ hatte Bürgermeister Schultheiß gesagt. So war es und Zeller konnte süffisant feststellen: „Auf den Bürgermeister ist Verlass!“ Der Dank des Bürgermeisters galt dann in besonderem Maße den Anliegern, die viel Toleranz gezeigt hatten angesichts der zahlreichen Veranstaltungen im Festjahr vor ihrer Haustür. Eine besondere Freude war es Gerhard Schultheiß, den Bürgermeister der Partnerstadt Gehren, Herrn Ronny Bössler, begrüßen zu können. Dieser lobte die tolle Stimmung und bekundete, dass es ein besonderes Anliegen für ihn und seine Stadt sei, mit den Windeckern zu feiern, gemeinsam in die Geschichte zu schauen und diese lebendig zu erhalten. Im Namen von Gehren gratulierte er der nunmehr 725jährigen Stadt Windecken. Und noch ein Ehrengast war gekommen und zeigte sich auf der Bühne: der 90jährige Ehrenbürger Rudolf Walter. Er hatte für das Fest 15000 Euro gespendet. Nun war er sehr glücklich, dieses große Stadtfest noch erleben zu dürfen, das nun offiziell vom Bürgermeister eröffnet wurde.

Danach begann das weitere Festprogramm mit Musik der Kapellen. Die Vereine hatten sich mit Ständen rund um den Marktplatz gruppiert, wo sie reichlich Speis und Trank anboten. Vom Platz aus säumten zudem historische Marktstände die Gassen, bei denen es allerlei Mittelalterliches zu sehen und zu kaufen gab.

Feier_001Am Abend heizte auf der Bühne die Party-Band „Reinheitsgebot“ den Besuchern ein. Unterbrochen wurden sie vom Auftritt des „Nachtwächters“, der mit Schlüssel, Laterne und Signalhorn seine Runden zog und das Nachtwächterlied „Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen…“ zum Besten gab. Ein ganz großer Auftritt erfolgte zu später Stunde bei der Feuershow mit „The Burning Dragons“. Dicht gedrängt standen die Menschen und ließen sich vom atemberaubenden  Feuerspektakel faszinieren. Und auch weit nach Mitternacht war der Marktplatz bei laufender Lasershow „Crosslight“ noch gut gefüllt und es wurde getanzt und gesungen zur mitreißenden Party-Musik von Reinheitsgebot.

Der 2. Festtag am Sonntag begann mit einem Ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Frühschoppen mit der „Schobse-Band“ aus Gehren. Dem schlossen sich Mittagessen und Darbietungen der Windecker Vereine, Kinderanimation sowie das 5. Kirchplatz- und Museumsfest an. Höhepunkt des sonntäglichen Treibens war der Auftritt des Ensembles der „Brüder Grimm Märchenfestspiele“ aus Hanau, das Ausschnitte aus dem aktuellen Programm präsentierte. Die Moderation hatte der neue Intendant der Festspiele Frank-Lorenz Engel übernommen.

Bei Musik und Tanz mit DJ Det klang ein Festwochenende aus, das alle begeistert hatte und für die Stadt ein großer Erfolg und Prestigegewinn war. Zusammen zu feiern, bringt die Menschen einander näher. Das ist es auch, was Bürgermeister Gerhard Schultheiß zu Beginn gesagt hatte: „Echte Gemeinschaft beginnt im Herzen!“

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